So ein bisschen bin ihr ihr verfallen, der Latzhose. In Rahmen des Sew Anlongs von Sybille wollte ich zwei unterschiedliche Schnitte testen.  Schnitt Turia von Paulin Alice und den Schnitt aus dem Buch „S’habiller comme au cinéma“.

Die erste habe ich zum Finale geschafft, die zweite ist jetzt am Wochenende fertig geworden und, um es vorweg zu nehmen, beide finde ich super, etwas ungewohnt vielleicht, aber super.

 

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Insgesamt ist eine Latzhose, wie eine Jeans im Allgemeinen, nicht schwer zu nähen und lässt sich ziemlich leicht anpassen. Speziell bei diesem Schnitt besteht das Vorder- und Rückenbein aus zwei Teilen, so dass genügend Nähte für Änderungen vorhanden sind. Und die brauchte ich auch, denn meine erste Version war wieder viel zu weit. Ich habe an jeder Naht ca 1,5 cm weggenommen, also insgesamt 12 Zentimeter. Ganz schön viel. Bei der Turia habe ich diese Erfahrung auch gemacht, obwohl ich mich in beiden Fällen an meine Maße gehalten habe. Trägt man die Latzhose vielleicht  viel weiter, als es meinem Geschmack entspricht? Selbst jetzt noch sitzen beide Hosen recht locker.

 

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Außerdem scheint die Länge dieses Kleidungsstücks viel stärker ins Gewicht zu fallen als bei Kleidern. Die Beinlängen sind natürlich für meine (Mini) Größe gekürzt, aber die Hose plus Bund war bei mir auf Brusthöhe und mit dem Latz hätte ich vermutlich noch mein Gesicht verdecken können. Also Bund und Latz stark gekürzt. Aber mehr noch als es meinem Oberkörper entsprochen hätte, denn der Latz lag mir insgesamt zu hoch am Hals. Das heißt die Träger mussten verlängern werden. Aus Stoffmangel  habe ich ein zusätzliches Rechteck an den hinteren Bund gefügt, der die Träger verlängert.

 

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Die Beinteile nach unten hin habe ich wieder mit etwas Schlag versehen und an die Birkin Flares angelehnt.

Fazit zu meinen beiden Latzhosen:

Ich finde sie beide super und trage sie gern. Ich werde sehr oft darauf angesprochen, weil, obwohl top aktuell, die Silhouette der Latzhose noch nicht im Alltag angekommen zu sein scheint. Gut, mehrfach habe ich auch „Bob der Baumeister“ gehört.

Beide sind aus Stretch-Jeans und deshalb super bequem, nur an das An- und Ausziehen muss man sich, wie beim Skifahren mit Jethose wieder gewöhnen.

 

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Eine nächste werde ich nähen mit meinen Lieblings-Details aus beiden Schnitten:

enger, mit Schlag, Reißverschlusstasche am Latz, Rückenpartie der Turia und Bund.

Und nun zu den best angezogensten Frauen der Welt beim heutigen MeMadeMittwoch! Diesmal mit Wiebke, Karin, Dodo und Lucy auf dem Maybachufer, ich wäre so gern bei Euch gewesen.